Ugur Kurt – Katil Polis! Stoppt den Terror der türkischen Polizei [►] Berlin, 2014


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Über 250 Menschen sind am 24.05.2014 in Berlin-Kreuzberg auf die Straße gegangen, um gegen die Gewalt der türkischen Polizei und die Politik des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdoğan zu protestieren. Anlass für den Protest war der Tod zweier Menschen im Istanbuler Stadtteil Okmeydanı. Unter den Toten befand sich auch der Angestellte Uğur Kurt. Der 30-Jährige hatte am vergangenen Donnerstag an einer Beerdigung eines Verwandten teilgenommen und wurde von einer Polizeikugel in den Kopf getroffen. Einige Stunden später erlag er den Folgen seiner schweren Schussverletzungen.

Am 24. Mai 2014 sind in Berlin-Kreuzberg über 250 Menschen friedlich auf die Straße gegangen, um gegen die exzessive Gewalt der türkischen Polizei und die autoritäre Politik des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdoğan zu demonstrieren. Unter dem Motto „Uğur Kurt – Katil Polis! Stoppt den Terror der türkischen Polizei“ versammelten sich die Demonstranten am frühen Abend auf dem Kottbusser Tor, um mit einer Schweigeminute an alle Opfer der jüngsten Zeit zu gedenken, darunter auch an den 15-jährigen Berkin Elvan.

Anlass für den heutigen Protest war der Tod zweier Menschen im Istanbuler Stadtteil Okmeydanı. Darunter befand sich auch Uğur Kurt, ein Mitarbeiter der Istanbuler Stadtverwaltung. Der 30-Jährige hatte am vergangenen Donnerstag an einer Beerdigung eines Verwandten teilgenommen und wurde von einer Polizeikugel in den Kopf getroffen. Einige Stunden später erlag er den Folgen seiner schweren Schussverletzungen. Die genauen Todesumstände sind derzeit unklar, die Ermittlungen der Polizei laufen. Augenzeugen berichteten, Polizisten hätten mit scharfer Munition wahllos in die Menschenmenge geschossen.

Daraufhin kam es in der Nacht zu gewalttätigen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei, im deren Verlauf Asyen Yilmaz getötet worden. Der Mann sei Verletzungen erlegen, die er durch eine Splittergranate erlitten habe. Die Auseinandersetzungen spielten sich im Stadtviertel Okmeydani ab, in dem viele Aleviten wohnen. Vertreter der Aleviten in Okmeydani warfen der Polizei vor, die Minderheit gezielt unter Beschuss zu nehmen.

Entzündet hatten sich die Proteste am Gedenken an den Beginn der Aktionen zur Besetzung des Gezi-Parks auf dem Istanbuler Taksim-Platz vor einem Jahr sowie an dem schweren Grubenunglück im westtürkischen Soma mit mehr als 300 Toten vor anderthalb Wochen. Am Donnerstag hatte eine kleine Gruppe von Demonstranten in Okmeydani protestiert – später kam es zu gewaltsamen Zusammenstößen mit der Polizei.

(Textquelle: PM Cheung)

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Stand: Mai 2014
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