US-Menschenrechtlerin Angela Davis in Berlin


Am 15. Mai 2015 traf sich US-Bürgerrechtlerin Angela Davis u.a. vor der Gerhart-Hauptmann-Schule in der Ohlauer Straße in Berlin-Kreuzberg mit Flüchtlingen, um mit diesen über ihre Situation zu sprechen. Doch der Bezirk verweigerte ihr den Zutritt.Zitat aus dem Tagesspiegel:

Angela Davis: „Wir werden uns zusammensetzen und eine Strategie ausarbeiten, wie wir das Problem lösen können.“ Ein Besuchsverbot von der Bezirksverwaltung könne keine Bewegung stoppen. Es ginge um weit mehr als ein Gebäude.“

Die junge Welt schreibt:

So traf sich Davis am Freitag nachmittag zu einem nichtöffentlichen Erfahrungs- und Meinungsaustausch mit geflüchteten Frauen und Männern aus verschiedenen Ländern Afrikas und Lateinamerikas an einem Ort, an dem nicht Sicherheitsleute oder bewaffnete Polizei bestimmten, wer an einem Treffen teilnimmt und wer nicht. Nach dieser Zusammenkunft zogen Angela und die Flüchtlinge, verstärkt durch einige deutsche Unterstützer, in einer kleinen Spontandemonstration auf die Straße. Parolen wie »Jeder Mensch hat ein Recht auf Freizügigkeit« skandierend ging es zur besetzten Schule in der Ohlauer Straße. Dort wurde erneut demonstrativ Einlass begehrt und am Tor gerüttelt. Es gab aber weiterhin keinen Zutritt. So entspann sich vor dem Tor eine rege Debatte zwischen Bewohnern der Schule, der Besucherin aus den USA und ihren Begleitern. Von den Problemen mit mangelnder Hygiene und Körperpflege über unbehandelte Krankheiten, Stressyndrome bis zu dauernden rassistischen Verdächtigungen gegen Menschen mit schwarzer Hautfarbe, sie seien »Kriminelle« und »Drogendealer«, reichten die Schilderungen der Flüchtlinge über ihre Lebenssituation.

Angela Davis: »Ich möchte, dass Sie alle wissen, dass wir in diesem Kampf an ihrer Seite sind«, sagte Davis zum Schluss. »Wir werden diese Informationen mit zurück in die USA nehmen und Menschen dort ermutigen, Sie hier zu unterstützen, um gemeinsam voranzukommen.« Die Bewegung der Flüchtlinge sei »die Bewegung des 21. Jahrhunderts, die Bewegung, die gegen die Auswirkungen globaler Herrschaft vorgeht und gleiche Bürgerrechte für alle Menschen fordert«, so die Soziologin und Philosophin.

Die Teilnehmer der spontanen Versammlung vor dem bewachten Tor der Gerhart-Hauptmann-Schule verabschiedeten sie mit dem Ruf »Freedom of movement is everybody’s right! We are here and we will fight!«. Davis warf allen noch lachend einen Handkuss zu. Während sie davoneilte, blieb etwas von ihrem kämpferischen Geist bei den Flüchtlingen zurück.

ANGELA DAVIS „The Refugee movement is the movement of the 21st Century“ from Tosco Berlin on Vimeo.

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Vielen Dank!
Stand: Mai 2015

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