Katastrophale Zustände im LaGeSo Berlin


LaGeSo-Krise am 18.08.2015
Die Zustände werden Tag für Tag immer katastrophaler. Es gibt immer mehr medizinische Notfälle auf dem Gelände: Suizidversuche, Totgeburt, Knochenbrüche, unbehandelte schwere Kriegsverletzungen  […]

Letzte Pressemitteilung von „Moabit hilft“ vom 17. August 2015:

Weiterhin erschütternde Zustände auf dem Gelände des LaGeSo.  Die Geflüchteten und „Moabit hilft!“ werden weiterhin vertröstet. Grundversorgung mit Lebensmitteln und Wasser muss immer noch durch private Spenden sichergestellt werden.

Professionalisierung der Hilfsmaßnahmen wird vorsätzlich verhindert, kaum Kommunikation mit den freiwilligen Helfern von offizieller Seite

medizinischer Notfälle auf dem Gelände: Suizidversuche, Totgeburt, Knochenbrüche, unbehandelte schwere Kriegsverletzungen

Epidemiegefahr durch unbehandelte und unkontrollierte Infektionskrankheiten

Permanente Missachtung der im Deutschen Grundgesetz festgeschriebenen Grundrechte und der in der UN Resolution 217 A (III) weltweit anerkannten Menschenrechte in Berlins Stadtmitte

Hilfsorganisationen nehmen ihre humanitären Verpflichtungen nicht wahr.

Der Regierende Bürgermeister Michael Müller, Sozialsenator Mario Czaja sowie der Leiter des Landesamtes für Gesundheit und Soziales, Franz Allert lassen die Lage vor dem LaGeSo weiter eskalieren.

Die klaren Forderungen von „Moabit hilft!“, die seit über einer Woche die Organisation und Koordination der humanitären Hilfe der Geflüchteten übernommen hat, sind folgende:
• Medizinische und ärztliche Grundversorgung
• Versorgung der Geflüchteten mit Lebensmitteln (unter Beachtung konfessioneller Vorgaben)
• vor der Witterung schützende Räumlichkeiten
• Rückzugsmöglichkeiten/Schutzräume für Frauen und Kinder
• ausreichende Toiletten und Duschmöglichkeiten
• garantierte Unterbringung der Geflüchteten auch über das Wochenende
• keine Herausgabe wertloser, da nirgendwo akzeptierter Hotelgutscheine
• Unterstützung und Aufstockung der LaGeSo Mitarbeiter
• Sicherstellung der körperlichen Unversehrtheit der  Geflüchteten auf dem LaGeSo Gelände
• ausreichende Sprachmittler auf  dem Gelände
• Betreuung von besonders schutzbedürftigen Geflüchteten

NACHTRAG vom 18. August 2015 zur aktuellen Lage von „Moabit hilft“:
Die aktuelle Entwicklung haben wir bereits in unserer oben stehenden Pressemitteilung beschrieben.
Wir sind froh, dass für diese Woche wohl Unterstützung durch die Caritas vor Ort ist und uns diese auch in den Verhandlungen mit dem Senat unterstützen wollen. In den letzten Wochen, haben wir privat medizinische Hilfe, Unterkünfte und 1000e Essen organisiert und generell versucht die Geflüchteten so gut es geht zu betreuen und zu unterstützen.
Das kann aber nicht so weitergehen, die Hilfe für die Geflüchteten kann nicht auf unbestimmte Zeit aus rein privaten Mitteln geleistet werden. Endlich gibt es auch ein Statement/Pressemitteilung der Ärztekammer zur medizinischen Situation vor Ort.

Wir hoffen, dass der Senat auf die Forderungen eingeht und nicht wieder Falschinformationen gestreut werden.
Gestern ging plötzlich durch die Presse, das eine Organisation namens „Gute Tat“ die Koordination übernommen hätte. Das überraschte uns sehr, da wir weder informiert, geschweige denn von besagter Organisation kontaktiert wurden, noch irgendwelche Hilfe von ihnen bei uns ankam. Ich rief heute morgen mal ganz unverbindlich an und fragte die freundliche Dame am Telefon, was sie denn „Gute Tat“ beim Lageso koordinieren würde und wurde von ihr dann an unsere eigene fb und Webseite verwiesen.
Die gute Tat ist also das Verweisen auf unsere Websites. Daraufhin kontaktierte ich den Leiter der Organisation, um zu erfahren, was sie da eigentlich machen und der teilte mir mit, dass sie nur Leute am Telefon an uns verweisen, aber gar nicht die Möglichkeit haben die Koordination zu leisten. Warum niemand das Gespräch mit uns gesucht hat, konnte nicht geklärt werden. Das versteht der Senat also unter Koordination. Ich habe dann erst mal erklärt, wie die Lage vor Ort ist und das wir Bedarfslisten etc, posten…

Es wäre sehr zu wünschen, dass der Senat, anstatt weiter Zeit mit sinnlosen Aktionen wie dieser zu verschwenden, endlich aktiv wird und auf unsere Forderungen eingeht.

HIER findet man ALLE erdenklichen Infos, wie man aktuell in Berlin an allen Standorten helfen kann, alle Bedarfslisten (die ständig aktualisiert werden) an benötigten Spenden, Mailadressen, Telefonnummern und Anlaufstellen!

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Einen Erfahrungsbericht: „Das Grauen-Zwei Tage bei den Refugees vor der LaGeSo“ gibt es bei BLOGREBELLEN!

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ALLE FOTOS GIBT ES HIER AUF FLICKR!

© Sozialfotografie [►] StR, Mail: sozialfotografie@gmx.de

Die Bilder sind in druckbarer Qualität und Original vorhanden.

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Denken Sie bitte daran, alle hier abrufbaren Medien sind durch das Urheberrecht (§ 2 Abs. 2 UrhG) geschützt und sind Eigentum des Urhebers. Sie dürfen ohne Genehmigung des Urhebers weder kopiert, genutzt oder veröffentlicht werden.

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Alle Verstöße werden geahndet und rechtlich verfolgt!

Vielen Dank!
Stand: August 2015

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