Tag der deutschen Einheit // Naziproteste in Berlin


Mehrere extrem rechte Gruppierungen haben am Wochenende in Berlin und Brandenburg versucht, am Tag der Wiedervereinigung für ihre Ideologie zu demonstrieren. Durch zahlreiche Gegenproteste und geringen Teilnehmerzahlen liefen die Aktionen weitestgehend ins Leere.

Am Gedenkort „Weiße Kreuze“ neben dem Reichstagsgebäude legte die „Patriotische Plattform“ einen „Gedenkkranz“ ab. Dort anwesend war auch Heribert Eisenhardt, Mitglieder der AfD.
Etwas weiter, am Paul-Löbe-Haus hatten sich einige Reichsbürger von „staatenlos.info“ sowie Identitäre und Elsässer-Aktivisten um Rüdiger Klasen versammelt, der mit seinen verqueren Monologen vor dem Paul-Löbe-Haus versuchte, Teilnehmer/innen vom Bärgida-Aufzug abzuwerben. Dort wurde fleißig das Buch: BRD GmbH verkauft.

Eine Kundgebung „gegen Masseneinwanderung“ vor dem Kanzleramt fiel dagegen gänzlich aus. Die Polizei schickte rund 30 Personen weg, die trotzdem gekommen waren.

Endgame auf Kuschelkurs
Wieder zurück, Richtung Reichstag sah man schon von weitem die blauen „Friedensfahnen“. Endgame (Engagierten Demokraten gegen die Amerikanisierung Europas) war an diesem Tag auch mit u.a. Katrin Oertel und Frank Geppert in der Hauptstadt. Diese hielten mit ihren „Amy go home“ Transparenten, „Schluss mit der Besatzung Deutschlands“, „Wer Terrorist ist, entscheiden wir“ und „Raus aus der NATO“ erst einmal eine kleine Kundgebung ab.

Die größte Aktion am Samstag war ein Aufzug der Gruppierung „Wir für Berlin & Wir für Deutschland“, die vom Berliner Hauptbahnhof zusammen mit Bärgida & Co. durch Mitte bis zum Alexanderplatz führte. Zu dieser Kundgebung und späteren Demo sowie Abschlusskundgebung am Alexanderplatz gesellten sich auch obige Aktivisten wieder.

Etwa 150 bis 200 Personen beteiligten sich mit Parolen wie „Wer Deutschland nicht liebt, soll Deutschland verlassen“ und „Merkel muss weg“ an der Veranstaltung.
Erwartungsgemäß glich die Zusammensetzung des Aufmarsches dem des wöchentlichen Berliner Pegida-Ablegers „Bärgida“, lediglich erweitert um einige auswärtige extreme Rechte, dem Mahnwachenspektrum und sogar einige Aktivisten aus der Endgame-Bewegung. So liefen vereint in der Ablehnung von Bundesregierung und Flüchtlingen selbst ernannte Hooligans, Brandenburger Neonazis und AfD-Mitglieder neben „Pro-Deutschland“-Funktionären,  einzelnen Mitgliedern von JewGida, NPD und Anhängern der „Identitären Bewegung“ und „Reichsbürger“-Aktivisten durch Berlins Zentrum.
Dagegen zogen mit einer Gegendemo zeitgleich rund 300 Menschen durch die Innenstand, am Rande des rechten Aufmarsches kam es zudem immer wieder zu spontanen Protestaktionen.

Am Alexanderplatz angekommen, gab es die Abschlussreden von NPD, AfD, Pro Deutschland, und der Montagsmahnwache. Für letzteres war Carsten Halffter vertreten, der eine Rede vor Sebastian Schmidtke hielt. Carsten Halffter ist aus dem rechten Mahnwachenspektrum Friedensfusion/AK Berlin.
Aus dem Umfeld der Mahnwachen kam die Musik, hier wurde für Bärgida supportet.

Endgame mit Katrin Oertel und Frank Geppert waren mitterweile am Neptunbrunnen eingetroffen, auch wenn sie sich distanziert zeigen wollten. Einige dieser Endgame-Aktivisten, mit denen man sich eng am Alexanderplatz unterhielt, liefen auf der Nazidemo vorne, transparenthaltend mit.

Was hier noch Distanzierung ist und was nicht, darüber kann und darf jeder für sich selbst entscheiden.

Videos von Bürgern rechter Gruppierungen:



Alle Fotos gibt es hochauflösend hier auf flickr!

© Sozialfotografie, Mail: sozialfotografie@gmx.de
Die Bilder sind in druckbarer Qualität und Original vorhanden.

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