Intifada3 vor dem Bundeskanzleramt Berlin


Am 16. Oktober 2015 hatte die PGD (Palästinische Gemeinde Deutschland Falastin) mit einem Flugblatt: „Intifada3“ zu einer Kundgebung unter dem Motto „Stoppt den israelischen Staatsterror“ vor dem Bundeskanzleramt aufgerufen und somit die Anschläge in Israel solidarisch verherrlicht.

Auch eine Gegenkundgebung hatte sich gegenüber auf der Moltkebrücke für diesen Tag mit ca. 100-150 Personen angemeldet, an der u.a. auch Oliver Höfinghoff – ehemaliges Mitglied der Piratenpartei teilnahm.

⇒ In Israel kommt es derzeit täglich zu Angriffen radikaler Palästinenser auf Israelis, vor allem Juden – mit Äxten, Messern, Brandbomben und Fahrzeugen. Dabei wurden bislang sieben Israelis getötet und zahlreiche Menschen verletzt. Viele der Attentäter wurden von Sicherheitskräften erschossen.

Bereits im Vorfeld gab es sehr viel Kritik und einen großen Protest wegen der Solidaritätsbekundung mit der „Intifada“ und des auf dem Plakat abgebildeten Steinewerfers.
Grünen-Politiker Volker Beck warf den Veranstaltern vor, sich mit Gewalt zu solidarisieren. Beck hatte schließlich einen offenen Brief an Innensenator Henkel (CDU) verfasst. Er sprach darin von einem möglichen Aufruf zu einer Straftat. Eine Antwort darauf blieb aus, Innensenator Henkel erschien an diesem Tag erst zu Veranstaltungsende.

Auf der Facebook-Seite zu der Kundgebung herrschte teilweise ein noch radikalerer Ton.
Eine von den Betreibern der Seite gepostete Zeichnung zeigt ein Frau mit einer „palästinensischen Damenhandtasche“ – mit Messer, Steinen und Molotowcocktail gefüllt und der Anleitung – wie diese zu „bedienen“ ist. Ein anderer User und Teilnehmer der Kundgebung postete eine Grafik eines Palästinensers, der mit einem blutigen Fleischerbeil auf einen mit Davidstern gekennzeichneten israelischen Soldaten einhackte. Einen anschaulichen Einblick diesbezüglich bietet auch dieser Blog, auch mit Rückblick auf das Jahr 2014.

Bereits nach kurzer Zeit kam es zur Spaltung dieser Veranstaltung, an der ca. 200 „Aktivisten“ teilnahmen. Eine Gruppe von mehreren Personen, angeführt von Fuad Afane, stieß zu der Demonstration gegen den „israelischen Staatsterror“ hinzu. Die meist jungen Leute skandierten lauthals Parolen auf arabisch.
Weil Raif Hussein – Veranstalter der Kundgebung den Slogan „Tod den Juden“ gehört haben will, distanzierte sich dieser sogleich von der Gruppe und bat die Polizei um Hilfe. Diese entfernte einen jungen Mann von der Veranstaltung.

Ab da an standen sich zwei propalästinensische Gruppen vor dem Kanzleramt entgegen und zeigten ihre Solidarität mit der „Dritten Intifada“, wie die aktuelle Serie von Angriffen von Palästinensern gegen Juden in Israel genannt wird.
Die eine Gruppe versuchte die andere in ihren Redebeiträgen zu übertönen. Es kam zu kleineren Rangeleien, zum Abschluss der Kundgebung wollte Fuad Afane spontan noch eine neue Kundgebung anmelden, was aber im Sande verlief.

Mittendrin waren leider wie gewohnt wieder einmal mehrere Parteimitglieder von DIE LINKE, die Flugblätter an junge Aktivisten verteilten.
U.a. war es diesmal bei der Kundgebung auch Annette Grothe, Mitglied des Deutschen Bundestages.
Diese war 2010 auf dem türkischen Schiff „Mavi Marmara“ (Flotilla), das die israelische Marine angegriffen hatte. Grothe ist laut Zitat DIE WELT:

„für ihre extrem israelkritische Einstellung bekannt. Sie waren bereits im Mai 2010 auf der sogenannten Gaza-Solidaritätsflottille „Marvi Marmara“ dabei gewesen, die die Gaza-Seeblockade zu brechen versuchte und daraufhin von der israelischen Armee gestürmt wurde. An Bord waren nachweislich auch Islamisten.“

Gerne verweise ich hierzu auch auf einen Bericht von 3sat :  Fragwürdige Friedensmission – wer war auf dem Schiff nach Gaza? der weiterhin darüber schreibt, das neben Islamisten auch noch die BBP/Graue Wölfe an Bord der Marvi Marmara waren…

Bei der Kundgebung wurden Slogans wie z.B. „Intifada bis zum Sieg“, „Kindermörder Israel“ und „Frauenmörder Israel“ skandiert. Ob und inwieweit rechtlich gegen einige „Aktivisten“ vorgegangen ist, entzieht sich meines Wissens.

Beide Kundgebungen verliefen friedlich, es kam zu keinen Zwischenfällen.

ALLE FOTOS GIBT ES AUCH HIER AUF FLICKR!

© Sozialfotografie [►] StR, Mail: sozialfotografie@gmx.de

Die Bilder sind in druckbarer Qualität und Original vorhanden.

Rechtlicher Hinweis:

Copyright:
Denken Sie bitte daran, alle hier abrufbaren Medien sind durch das Urheberrecht (§ 2 Abs. 2 UrhG) geschützt und sind Eigentum des Urhebers. Sie dürfen ohne Genehmigung des Urhebers weder kopiert, genutzt oder veröffentlicht werden.

Nutzungsrecht:
Wenn Sie ein Foto verwenden möchten, kontaktieren Sie mich bitte per E-Mail.
Denken Sie bitte daran, dass auch wenn Ihnen ein Nutzungsrecht gewährt wurde, dass die Werke Eigentum des Urhebers bleiben. Eine Weitergabe bzw. Übertragung des überlassenen Materials an Dritte, ist ohne schriftliche Genehmigung des Urhebers nicht gestattet!
Alle Verstöße werden geahndet und rechtlich verfolgt!

Vielen Dank!
Stand: Oktober 2015

Advertisements

One thought on “Intifada3 vor dem Bundeskanzleramt Berlin

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s