Netanjahu in Berlin – ProPalästinensischer Gegenprotest


Benjamin Netanjahu in Berlin – ProPalästinensische Gegenproteste

Am 21. Oktober 2015 besuchte der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu die Stadt Berlin für ein Treffen mit der Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Ca. 100 bis 150 Teilnehmer versammelten sich ab 16 Uhr vor dem Kanzleramt, um gegen diesen Besuch zu protestieren.

Die „Palästinensische Nationale Arbeitskommission Berlin“ hatte dazu aufgerufen: „Gegen den Besuch des „Kriegstreibers Netanjahu“ in Deutschland zu protestieren und Solidarität mit der arabischen Stadt Jerusalem zu üben“.

Im Vorfeld war die Stimmung unter den Demonstranten sehr aufgeheizt, da Benjamin Netanjahu sich am Vortag wie folgt äußerte: „Adolf Hitler hätte die Juden ursprünglich nur vertreiben wollen und der Mufti von Jerusalem hatte Hitler jedoch überzeugt, die Juden zu vernichten.“
Eine Hintergrundinfo dazu, „Netanjahu hat Recht und Unrecht“ gibt es hier auf NDR.

Dementsprechend fielen an diesem Tag auch die Benennungen einiger Plakate und Transparente aus.

Kurz nach Veranstaltungsbeginn erschien auch schon Fuad Afane, der versuchte, wie schon am 16. Oktober, die Kundgebung wieder für sich und seine eigene Ideologie zu vereinnahmen, was ihm auch kurze Zeit später gelang.
Daraufhin nahm die Anzahl der Protestierer nach und nach ab. Zum Schluss stand Fuad Afane ca. mit der Hälfte aller Kundgebungsteilnehmer noch vor Ort.

Fuad Afane kann man dem Spektrum Pegada-Endgame zuordnen, er hat dort immer wieder Reden gehalten (Bsp: „Juden schlachten mit Hilfe des israelischen Staates die Kinder“, „wenn ich eine Cola trinke, trinke ich das Blut eines toten palästinensischen Kindes; wenn ich einen Burger esse, dann esse ich das Fleisch meiner eigenen Mutter“).
Auch hatte er am 9. Mai 2015 auf dem Washingtonlatz in Berlin beim „Sturm auf dem Reichstag“ neben Jürgen Elsässer eine Rede gehalten.

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Hier geht es ab dem jetzigen Punkt der Veranstaltung nicht mehr um eine reine ProPalästina-Bewegung, sondern hier hat sich die Querfront eingereiht und die Veranstaltung übernommen.

Fuad Afane versucht seit letztem Jahr, genau diese Bewegung zu unterwandern.
Als sich Ende letzten Jahres der Pegida-Ableger „Pegada-Endgame“ bildete, der für Antiamerikanisierung und für ProPalästina offen steht, wandte er sich diesem zu. Mit einigen Sympathisanten.

Und genau mit diesem Charakter, wie dieser u.a. auch bei Endgame vorherrscht, hat er diese Veranstaltung bis zum Schluss quasi „geleitet“.
Statt „Amy go home“ (auch Sprachwortschatz von Jürgen Elsässer/Compact) gab es „Netanjahu go home“, die Presse wurde laut öffentlich vor allen diskretiert und diffamiert. Man bezichtigte einen Pressevertreter, das dieser für „FriedensdemoWatch“ arbeite. (FriedensdemoWatch klärt über neurechte Bewegungen und über die neurechte Querfront auf).
Man rief der Presse, dem Publikum und der Polizei zu, das es (sie) doch alles nur Zionisten wären, Antideutsche, antideutsche Zionisten, die „bekämpft werden müssen“.

Weiterhin wurde die zivile Polizei beschimpft, als es eine Gewahrsamnahme gab, das man hier eine „Jüdin“ verhaftet habe und die Polizei somit antisemitisch gehandelt habe.

„Kindermörder Israel“, „Frauenmörder Israel“ wurden skandiert und ob das nicht schon reichen würde, gab es u.a. diverse Plakate und Schilder mit Slogans wie z.B.:
„Netanjahu: Kriegsverbrecher und Holocaustleugner“, ganz typisch „Boykott Irsael Apartheid“, weiter: „Netanjahu: Hitler wollte NICHT die Judenvernichtung das waren die Palästinenser die ihn dazu brachten“, „Netanjahu Denier of Holocaust“ und „Netanjahu: Hitler wollte die Juden nicht vernichten“.

Während, aber auch vor allem zum Schluss der Veranstaltung kam es zu diversen Festnahmen bzw. Gewahrsamnahmen von Personen, die diese Schilder trugen oder eben diese Sätze skandierten. Einige Personen davon könnten gegen den § 103 „Beleidigung von Organen und Vertretern ausländischer Staaten“ verstoßen haben.
(Diese Gewahrsamnahmen werden meist aufgrund von Deeskalation erst zum Schluss einer Demo/Kundgebung vorgenommen.)

Trotz aller Deeskalation der Polizei gelang es einer Protestierenden solch ein Aufsehen mit „Schreien und sich zu Boden werfen“ – zu erregen, das man hätte annehmen können, hier würde es zu einem gewaltigen Schlagabtausch zwischen Teilnehmerin und der Polizei kommen.
Dem war aber nicht so.

Da es nicht möglich war, das diese Frau sich beruhigte und man diese nicht vom Platz bewegen konnte, wurde der Mannschaftswagen der Polizei freundlicherweise zu ihr vorgefahren.

Mittlerweile gibt es u.a. über diese Situation eine andere Berichterstattung im Netz, die klassisch vorhersehbar war.
Auch hier hat die Querfront alle Dienste geleistet. Man nennt so etwas auch Propaganda.

Auch bestimmte Mitglieder von der Partei DIE LINKE waren wieder einmal vor Ort, haben ihre Flyer für die nächste Veranstaltung verteilt und das Ganze solidarisch bis zum Schluss mitverfolgt.

Da viele Pressevertreter seit geraumer Zeit über die Plattform: „Antizionistische Aktion“ auf Facebook öffentlich als Antideutsche Zionisten bloß gestellt und diffamiert werden, ist davon auszugehen, das auch die Antizionistische Aktion/Revkombrd mit zu den Anwesenden dieser Veranstaltungen gehören könnte bzw. in welcher – wie auch immer – „Zusammenarbeit/Solidarisierung“ mit der neurechten Querfront/einzelner Mitglieder der Partei DIE LINKE und der ProPalästinischhen Bewegung steht.

Nach Veranstaltungsende wurden alle Teilnehmer unter Polizeitrupp zum Hauptbahnhof gebracht.

ALLE FOTOS GIBT ES AUCH HIER AUF FLICKR!

© Sozialfotografie [►] StR, Mail: sozialfotografie@gmx.de

Die Bilder sind in druckbarer Qualität und Original vorhanden.

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Vielen Dank!
Stand: Oktober 2015

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